Trauerbegleitung

Tod und Trauer – die Thematik ist in unserer Gesellschaft tabuisiert. Trauernde Menschen wissen oft nicht, wie sie ihre Trauer im Alltag, privat oder öffentlich, angemessen leben können. Fehlende Erfahrungen, Rituale und Bräuche machen es Angehörigen, Freunden und Arbeitskollegen oft schwer, auf Trauernde zuzugehen. Mit ihren Gefühlen und Sorgen fühlen sie sich in ihrer Situation oft allein gelassen. Doch besonders wichtig ist: Trauernde sollen und dürfen sich Zeit nehmen, um ihre Trauer zu leben, und lernen dabei, die neue Situation anzunehmen.

Trauer braucht in erster Linie Zeit. Nur durch die durchlebte Trauer gelingt es, die Begegnung mit dem Tod zu realisieren und in unser bisheriges Leben einzuordnen. Trauer verlangt Geduld. Sie bleibt nicht für alle Zeit in uns, denn sie läuft auf ein Ziel hin, den Wandel. Auf diesem langen und schwierigen Weg ist es oft gut, Begleiter zu haben. Wenn Sie Unterstützung benötigen, machen Sie von unseren Angeboten Gebrauch.

Trauereinzelgespräche

Menschen brauchen einander, brauchen jemanden zum Zuhören, jemand, der da ist und sie versteht. Den Kontakt zu einer ausgebildeten Trauerbegleiterin bekommen Sie über das Büro des Hospiz- und Palliativvereins Landsberg am Lech.

Trauergruppen

Für viele Menschen ist es leichter, wenn sie über das, was sie so sehr bewegt, reden können und sich mit anderen Betroffenen austauschen können. Unsere ausgebildeten Trauerbegleiterinnen stehen Ihnen auf dem langen Weg des Abschiednehmens bei.

Jeden 2. Donnerstag im Monat trifft sich von 17 – 19 Uhr der Trauerkreis in den Räumen des Hospiz- und Palliativvereins Landsberg am Lech. Gruppenleitung: Ruth Loose, Heidi Gampel

Wenn Sie teilnehmen möchten, melden Sie sich im Büro für ein Vorgespräch an.

„Am Sonntag nicht alleine frühstücken“

Trauer-Café

Ein persönliches Gespräch kann auf wohltuende Weise helfen. Doch manchmal gibt es im persönlichen Umfeld niemand, der hier zur Seite stehen kann. Dann hilft der Austausch mit anderen Betroffenen. Deshalb bieten wir einmal im Monat die Gelegenheit, sich ganz zwanglos ab 8:45 zu einem „Am Sonntag nicht alleine frühstücken“ zu treffen. In gemeinsamen Gesprächen haben hier Tränen und Lachen Platz, und es können auch neue Kontakte geknüpft werden für weiteres Miteinander.

Trauer als Lebensweg

Samstags-Trauer-Pilgern

Eine andere Form der Trauer-Verarbeitung kann ein Pilgerweg sein. Auch die Trauer ist ein Lebensweg, der gegangen werden muss, mit allen Steigungen, Gefällen und flachen Abschnitten zu Erholung und Reflexion. Ziel dieses Weges ist, einen neuen Ausblick für das eigene Leben zu gewinnen. – Wir gehen in kleiner Gruppe, im Schweigen oder Reden, achtsam und mit wachen Sinnen auf Pfaden in unserer Region, etwa 10–15 km, über viele Stunden verteilt. Mit jedem Schritt kommen wir unserem Ziel ein Stück näher. Kleine Rastpausen mit Impulstexten unterbrechen wohltuend unser Pilgern. Schließlich wird am Ende des Weges jede/r erleben: „Ich habe genügend Kraft, um meinen Weg zu bewältigen.“ Dabei trägt uns die Gemeinschaft und die eigene Lebensenergie wird uns wieder bewusst.

Schreibwerkstatt für Trauernde

Manche Trauernde tun sich schwer damit, über ihre Gefühle zu sprechen. Die Gründe dafür sind vielfältig wie die Menschen selbst. Jeder empfindet anders und jeder hat seine individuelle Form der Trauerverarbeitung. Nicht jedem liegt es, seine Gefühle von Trauer, Wut und Angst auszusprechen. Hier kann es hilfreich sein, diese wie oft im Hamsterrad kreisenden Gefühle und Gedanken zu verschriftlichen. Durch das Schreiben kann eine heilsameKlärung erfolgen. Gefühle und Gedanken dürfen auf das Papier fließen, Versteinertes und Verfestigtes kann in Bewegung kommen und Raum schaffen für Abschluss und Neubeginn.

Einfühlsame Anregung unterstützt beim befreienden Schreiben. Die Schreibwerkstatt leitet die Psychologin Monika Sadegor an: www.monikasadegor.de

Ausbildung zur Trauerbegleitung

Trauerbegleitung gehört von Anfang an zu den Aufgabenfeldern unseres Vereins. Doch die Wartelisten für die Ausbildungsplätze zur sogenannten Trauerqualifizierung sind lang. Um mehr Trauernde unterstützen zu können, haben wir selbst einen Ausbildungskurs zur Trauerbegleitung entwickelt.

Sie wollen selbst Hospizlich begleiten?

Erfahren Sie mehr über unser Ausbildungsangebot.

Kindertrauergruppe Momo

Ein geschützter Raum für betroffene Kinder

„Momo“ heißt die Kindertrauergruppe im Landkreis Landsberg. Sie findet unter der Leitung des Kindertherapeuten Oliver Junker in Kooperation mit dem Hospiz- und Palliativverein Landsberg am Lech e.V. kostenfrei statt. Das Angebot richtet sich an Kinder, die eine für sie wichtige Bezugsperson durch einen Todesfall verloren haben, unabhängig davon, wie lange der Verlust zurückliegt.

Betroffenen Kindern wird ein geschützter Raum geboten, um ihre eigenen Empfindungen auszudrücken, ohne sich dafür schämen zu müssen oder sich zu sorgen, dass ihre Bezugspersonen dadurch noch trauriger werden könnten. Dort treffen sie auf Gleichaltrige mit ähnlichen Erfahrungen, und das lässt sie erleben, dass ihre Gefühle ganz normal sind. Viele sind nämlich irritiert von ihren wechselhaften Gedanken.

Monatliche Treffen in Kaufering

Die geschlossene Gruppe für 7- bis 13-Jährige trifft sich monatlich samstags von 10 bis 13 Uhr im Gruppenraum des Seniorenstifts Kaufering. Jedes Treffen steht unter einem bestimmten Motto. Mit dazu gehört ein kleines gemeinsames Mittagessen.

Teilnehmen können Kinder aus dem Landkreis Landsberg sowie aus den angrenzenden Landkreisen. Spenden und Sponsoren ermöglichen es, dass die Teilnahme für die Kinder wie für ihre Bezugspersonen kostenfrei ist.

Info & Anmeldung

Geleitet wird die Gruppe wieder von Oliver Junker, Kommunikationspsychologe, Kindertrauerbegleiter und Buchautor, der umfangreiche Erfahrung in der Thematik hat und auch individuelle Einzelbegleitungen für Kinder anbietet. Im Juni 2021 wurde seine HPV-Kindertrauergruppe „Momo“ mit dem VR-Sozialpreis für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Anmeldung erfolgt entweder direkt über Oliver Junker unter oder über den Hospiz-und Palliativverein Landsberg am Lech. Wir stellen ein Anmeldeformular bereit.

Anmeldung via HPV

Telefon: 08191-423 88
Mail: info@hpv-landsberg.de

Oliver Junker

Telefon: 0151-56 444 888
Mail: momo@kindertrauer.info

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