Filmabend zum Welthospiztag

Ein inspirierender Kinoabend mit Tiefgang

Drei Tage vor dem Welthospiztag am 8. Oktober 2022 lud das Filmforum in Zusammenarbeit mit dem Hospiz- und Palliativverein Landsberg zu einem bewegenden Kinoabend ins Stadttheater. Kurt Tykwer vom Filmforum und Emanuel Zehetbauer, 2. Vorsitzender des HPV, begrüßten die zahlreichen Zuschauer:innen zu „In Liebe lassen“ von Emmanuelle Bercot.

In Liebe lassen

Der Schauspielerin und Regisseurin ist mit dieser Regiearbeit ein außergewöhnlich berührendes Werk über eine enge, aber nicht unproblematische Mutter-Sohn-Beziehung, über einen wunderbaren Arzt, über Verantwortung, Verdrängung und Einsicht, über den Weg zu sich selbst und nicht zuletzt über die Liebe, das Leben und den Tod gelungen.

Benjamin (Benoît Magimel), unheilbar an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, scheint sich seiner Diagnose zunächst völlig zu verweigern. Er nimmt Schmerzmitteln, lehnt aber jede Behandlung seiner Krankheit ab. Seiner Mutter Crystal (Catherine Deneuve) bricht es das Herz, ihren Sohn dem Tode geweiht zu wissen. Die eigenen Kinder beerdigen zu müssen ist wohl das Schlimmste, was Eltern widerfahren kann. Als Schauspiellehrer führt Benjamin seine Schüler:innen zu ihrem innersten Selbst. Er lehrt sie, wissbegierig und authentisch zu werden und sich selbst zu verwirklichen. Doch scheint er selbst noch nicht zu sich gefunden zu haben. Sein Onkologe Dr. Eddé (Gabriel Sara) erreicht mit seiner einfühlsamen, zutiefst menschlichen Art, dass Benjamin beginnt, den „Schreibtisch seines Lebens“ zu ordnen.

Der libanesische Onkologe Dr. Gabriel Sara brilliert dabei nicht nur als Laiendarsteller in einer der Hauptrollen inmitten des französischen Starensembles. Er war auch ärztlicher Berater für das Drehbuch. „Gabriel Sara ist Arzt mit Leib und Seele. Aber er ist kein Gott in Weiß, er begegnet seinen Patienten auf Augenhöhe. Das ist ein wichtiger Teil seiner Philosophie, die um das Schlüsselwort ‚Wahrheit‘ kreist: Wahrheit den Menschen gegenüber, die er behandelt, Wahrheit aber auch sich selbst und der eigenen Position gegenüber.“ (Aus: www.derbund.ch) Und so wirkt die entspannte Begegnung auf Augenhöhe mit den Patienten und der familiär-fröhliche, beinahe freundschaftliche Umgang der Ärzte und Pfleger untereinander fast schon utopisch. Doch das schadet dem Film in keiner Weise.

Für uns angehende Hospizbegleiter ist es Inspiration und Motivation, uns unserer Aufgabe zu stellen und am Ende selbst einen „guten Job“ zu machen.

Lothar Bergmann, Hospizbegleiter in Ausbildung

Filmstills aus dem offiziellen Trailer

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